Abiturbestenquote (ABQ)
Auch: Abibestenquote, Bestenquote
In der Abiturbestenquote zählt nur die Gesamtpunktzahl deines Abiturs, maximal 900 Punkte. Test, Ausbildung oder Freiwilligendienst spielen keine Rolle, mit einer Ausnahme: Bei Punktgleichheit entscheidet zuerst ein abgeleisteter Dienst, dann das Los. Über die ABQ werden 30 Prozent der Plätze vergeben, die nach Abzug der Vorabquoten übrig bleiben.
So entsteht deine Position
Weil Abiturnoten zwischen den Ländern unterschiedlich verteilt sind, erstellt hochschulstart zuerst 16 Landeslisten. Daraus wird mit einem mathematischen Verfahren eine Bundesliste, auf der du eine eindeutige Positionszahl bekommst. Welche Orte du gewählt hast, ändert an dieser Position nichts. Für jede Uni gibt es danach eine eigene Grenze pro Bundesland.
Beispiel WiSe 2026/27
Mit einem Abitur aus Baden-Württemberg brauchtest du zum WiSe 2026/27 in Heidelberg 863 Punkte. Die niedrigste ABQ-Grenze für BW-Abiturient:innen lag in Homburg bei 799 Punkten, das entspricht einer 1,2. An 20 von 42 Medizin-Standorten reichte auch eine knappe 1,0 (823 Punkte) nicht. Die vollständigen Grenzen nach Uni und Bundesland stehen unter NC Medizin, für Zahnmedizin unter NC Zahnmedizin.
Was das für deine Planung heißt
Die Grenzen verschieben sich jedes Jahr, und viele Bewerber:innen mit sehr gutem Abitur landen trotzdem nicht an ihrer Wunsch-Uni. Deshalb lohnt sich auch mit 1,0 ein Ergebnis im TMSnat: Im Auswahlverfahren der Hochschulen, über das 60 Prozent der Plätze vergeben werden, bringt es dir an fast allen Standorten zusätzliche Punkte. Ob deine Punktzahl für die ABQ reicht, prüfst du im Zulassungsrechner, dem NC-Rechner für alle Quoten.









