TMS-Ergebnisse verstehen: Standardwert, Prozentrang und Punkte

Von Malte Kuehl, Betreiber von medirechner
Veröffentlicht am

Auf einen Blick
Die Ergebnisse des letzten TMS vom 7. und 8. November 2026 stehen am 18. Dezember 2026 in deinem TMS-Account. Entscheidend für deine Bewerbung ist der Standardwert (auch Testwert): Er liegt im Mittel bei 100, über 100 bist du besser als der Durchschnitt, mit 110 besser als rund 84 Prozent. Der Prozentrang zeigt, wie viel Prozent gleich gut oder schlechter waren. Deine Punktzahl steht nicht im Bericht. Mit dem Ergebnis bewirbst du dich bis 15. Januar 2027 zum Sommersemester 2027. Reicht es nicht, ist der TMSnat im Mai 2027 deine nächste Chance.

TMS-Ergebnis: die wichtigsten Termine

Letzter TMS
7./8. November 2026
danach gibt es keinen TMS mehr
Ergebnisse
18. Dezember 2026
im TMS-Account, nicht per Post
Abrufbar bis
31. März 2027
danach nur noch als Zweitschrift
Bewerbung SoSe 2027
bis 15. Januar 2027
Testwert und Prüfziffer in AntOn eintragen
TMS zählt
bis SoSe 2027 wie bisher
an den meisten Unis bis einschließlich SoSe 2028
Nächster Test
TMSnat am 8./9. Mai 2027
Anmeldung 2. Februar bis 2. März 2027

 

Wann kommen die TMS-Ergebnisse?

Die Ergebnisse des November-TMS 2026 kommen am 18. Dezember 2026, rund sechs Wochen nach dem Test. Es war der letzte TMS in dieser Form, einen weiteren Termin gibt es nicht.

Bisher galt als Faustregel: Ergebnisse vom Frühjahrs-TMS Ende Juni, vom Herbst-TMS kurz vor Weihnachten. Beim Mai-Termin 2026 waren die Ergebnisse schon am 29. Juni freigeschaltet, einen Tag früher als angekündigt.

 

Wie rufst du dein TMS-Ergebnis ab?

Das Ergebnis wird nicht verschickt. Du holst es dir selbst:

  1. Einloggen im TMS-Account für den Herbst-TMS mit den Zugangsdaten aus deiner Anmeldung.
  2. Testbericht als PDF speichern und am besten zusätzlich ausdrucken. Beglaubigen musst du ihn nicht.
  3. Prüfziffer notieren. Sie steht am Ende des Berichts (dort „Prüfcode“ genannt). hochschulstart prüft damit, ob dein Ergebnis echt ist. Zeig deshalb nie den kompletten Bericht öffentlich.

Abrufen kannst du das Ergebnis bis zum 31. März 2027, am 1. April werden die Accounts gelöscht. Danach oder wenn du einen älteren Bericht verloren hast, beantragst du über tms-info.org eine Zweitschrift. Sie kostet 10 Euro, kommt nur per Post und braucht mit Überweisung und Versand etwa acht Werktage. Fragen zu deinem Ergebnis beantwortet das Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB), das den TMS auswertet. Die Kontaktdaten stehen auf deinem Testbericht.

 

Was steht im TMS-Ergebnis?

Der Testbericht hat eine Zeile pro Aufgabengruppe und eine Zeile für den Gesamtwert. Für jede Aufgabengruppe bekommst du:

Für den Gesamtwert kommt das Notenäquivalent dazu. So sieht ein echter Testbericht aus, hier der von Martin, Arzt und Gründer von tmsnatvorbereitung.de:

TMS-Testbericht von Martin Becker mit Testwert und Prozentrang je Aufgabengruppe, Gesamtwert 128, Prozentrang 100 und Notenäquivalent 1,0

Martin kam im Gesamtwert auf 128, das ist Prozentrang 100 und ein Notenäquivalent von 1,0. In den einzelnen Aufgabengruppen lag er zwischen 100 (Figuren lernen, Prozentrang 51) und 130 (Quantitative und formale Probleme).

Was nicht im Bericht steht: wie viele Aufgaben du richtig hattest. Dazu gleich mehr.

 

Wie wird das TMS-Ergebnis berechnet?

Die Auswertung läuft in vier Schritten:

  1. Punkte zählen. Jede richtige Antwort bringt einen Punkt. Falsche und leere Antworten zählen nicht, einen Abzug gibt es nicht.
  2. Einstreuaufgaben herausnehmen. Bis zu sechs Aufgaben pro Aufgabengruppe werden nur erprobt und nicht gewertet. Welche das sind, erfährst du nie.
  3. Summe bilden und angleichen. Die Punkte aller Aufgabengruppen werden addiert. Weil es mehrere Testtage mit verschiedenen Testversionen gibt, gleicht das ITB die Schwierigkeit per Equating aus. So ist ein Ergebnis vom Samstag mit einem vom Sonntag vergleichbar.
  4. In den Standardwert umrechnen. Die angeglichene Punktzahl wird auf eine Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 10 übertragen.

Nach dem Equating sagt die reine Punktzahl nichts mehr aus. Deshalb steht sie nicht im Bericht, und deshalb kannst du dein Ergebnis aus einer Simulation auch nicht exakt vorhersagen.

 

Wie viele Punkte gibt es im TMS?

Gewertet werden höchstens 20 Aufgaben pro Aufgabengruppe, im Textverständnis 18. Bei acht Aufgabengruppen (Muster zuordnen, Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Schlauchfiguren, Quantitative und formale Probleme, Figuren lernen, Fakten lernen, Textverständnis, Diagramme und Tabellen) sind das maximal 158 Punkte.

Volle Punktzahl braucht niemand. Der TMS ist ein Vergleichstest ohne Bestehensgrenze. Die Aufgaben sind absichtlich so schwer und die Zeit so knapp, dass auch sehr gute Teilnehmende Aufgaben auslassen oder falsch lösen. Es zählt nur, wie du im Vergleich zu allen anderen abschneidest.

 

Warum der Gesamtwert kein Durchschnitt ist

Der Gesamtwert entsteht aus der Summe aller Punkte, nicht aus dem Mittel der acht Einzelwerte. Wer in jeder Aufgabengruppe etwas über dem Schnitt liegt, landet im Gesamtwert oft deutlich weiter oben, weil nur wenige Teilnehmende nirgends schwächeln. Martins Bericht oben zeigt das: Seine acht Einzelwerte ergeben im Mittel knapp 119, sein Gesamtwert ist 128. Umgekehrt kann dein Gesamt-Prozentrang auch unter den Prozenträngen einzelner Aufgabengruppen liegen. Für die Bewerbung zählt nur der Gesamtwert.

 

TMS-Standardwert: Was dein Testwert aussagt

Der Standardwert, im Testbericht auch Testwert genannt, ist das zentrale Ergebnis. Er ist so skaliert, dass alle Teilnehmenden im Mittel auf 100 kommen, bei einer Standardabweichung von 10. Die Werte liegen grob zwischen 70 und 130.

So verteilen sich die Teilnehmenden:

  • je etwa 34 Prozent zwischen 90 und 100 und zwischen 100 und 110,
  • etwa 68 Prozent zwischen 90 und 110,
  • nur je etwa 2 Prozent über 120 und unter 80.

„Durchschnittlich“ heißt dabei nicht schwach. Verglichen wirst du nur mit den anderen Teilnehmenden. Unter lauter starken Bewerber:innen ist auch ein Ergebnis in der Mitte absolut gesehen noch gut.

So verteilen sich die Standardwerte

Verschiebe den Regler: Die dunklere Fläche zeigt, wie viel Prozent der Teilnehmenden gleich gut oder schlechter waren. Das ist dein Prozentrang. Der Farbbalken markiert unter-, durchschnittliche und überdurchschnittliche Werte.

110
Standardwert 110 entspricht Prozentrang 84überdurchschnittlich
708090100110120130

Der Standardwert belohnt die Spitze stärker als der Prozentrang. Zwischen Prozentrang 90 (Standardwert 113) und 99 (Standardwert 123) liegen nur 9 Prozentränge, aber 10 Standardwert-Punkte. Für ihre Rangliste rechnen die Unis den Standardwert nach einer einheitlichen Formel in Punkte um: Ein Standardwert von 70 oder weniger ergibt 0 Prozent der Testpunkte, ab 130 gibt es die volle Punktzahl, dazwischen steigt es linear. Aus 113 werden so rund 72 Prozent der möglichen Testpunkte, aus 123 rund 88 Prozent. Wie viele Testpunkte eine Uni insgesamt vergibt, also wie stark sie den Test gewichtet, steht in ihrer Auswahlsatzung.

 

TMS-Prozentrang: Wie viele waren besser?

Der Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Teilnehmenden ein schlechteres oder gleich gutes Ergebnis hatten. Prozentrang 95 heißt: 95 Prozent lagen gleich auf oder unter dir, 5 Prozent waren besser. Zwischen 30 und 70 gilt das Ergebnis als durchschnittlich.

Vorsicht beim Vergleichen: Abstände zwischen Prozenträngen sagen nichts über den Leistungsunterschied. In der Mitte der Verteilung trennen wenige Punkte viele Prozentränge, an den Rändern ist es umgekehrt. Deshalb ist der Standardwert das bessere Maß, und er ist der Wert, den du bei hochschulstart einträgst.

TMS-Standardwert, Prozentrang und Quotenpunkte

StandardwertProzentrangQuotenpunkte
80216,7
85725
901633,3
953141,7
1005050
1056958,3
1108466,7
1139071,7
1159375
1209883,3
1239988,3
130100100

Werte einer idealen Normalverteilung (Mittelwert 100, Standardabweichung 10). Dein Testbericht kann beim Prozentrang um ein bis zwei Punkte abweichen. Quotenpunkte: Anteil der Testpunkte nach der einheitlichen Umrechnung (70 und weniger = 0, ab 130 = 100). Jeden einzelnen Wert rechnest du mit Testwert zu Prozentrang um.

 

Notenäquivalent: nur zur Information

Zusätzlich steht im Testbericht ein Notenäquivalent, eine Note zwischen etwa 1,0 und 4,0, die deinen Gesamt-Testwert in Schulnoten übersetzt. Für deine Bewerbung spielt es keine Rolle: Du trägst bei hochschulstart den Standardwert ein, und nur mit ihm rechnen die Unis in ihren Ranglisten. Das Notenäquivalent ist reine Information, du kannst es getrost ignorieren.

 

Was ist ein gutes TMS-Ergebnis?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Als grobe Orientierung:

  • unter 95: unter dem Schnitt. Mit sehr gutem Abi kann das an Unis mit geringer Testgewichtung trotzdem reichen.
  • 95 bis 105: Mittelfeld (Prozentrang etwa 31 bis 69).
  • 105 bis 110: über dem Schnitt (Prozentrang etwa 69 bis 84).
  • ab 110: klar überdurchschnittlich, besser als rund 84 Prozent.
  • ab 120: Spitzenbereich, nur etwa 2 Prozent liegen darüber.

Ob dein Wert für einen Studienplatz reicht, entscheidet deine Kombination aus Abinote, Testwert und Wunsch-Uni. Im Auswahlverfahren der Hochschulen zählt der Test je nach Uni unterschiedlich stark, in der Zusätzlichen Eignungsquote zählt deine Abinote gar nicht. Ein starker TMS kann eine schwächere Abinote deshalb ausgleichen, an manchen Unis mehr, an anderen weniger.

Was bringt dein Wert an deiner Wunsch-Uni?

Im Zulassungsrechner gibst du Abinote und Testwert ein und siehst deine Chancen an allen Unis in allen Quoten, auch welchen Testwert du an jeder Uni zuletzt gebraucht hättest. Die Kriterien jeder Uni findest du in der Übersicht der Universitäten.

 

Für welche Unis und wie lange zählt dein TMS-Ergebnis?

Dein Testergebnis zählt nur in diesen Quoten:

In der Abiturbestenquote spielt der TMS keine Rolle. Hamburg und Magdeburg werten den TMS nicht, dort zählt bis zum Umstieg der HAM-Nat. Ein schwaches Ergebnis schadet dir nicht: Die Teilnahme war freiwillig, und ohne Bonus stehst du nicht schlechter da als jemand ganz ohne Test.

Das Ergebnis selbst verfällt nicht, es bleibt wie ein Abiturzeugnis gültig. Entscheidend ist, ob deine Wunsch-Uni den TMS für dein Bewerbungssemester noch wertet. Bis einschließlich Sommersemester 2027 tun das alle Unis, die ihn bisher nutzen. Ab dem Wintersemester 2027/28 regelt jede Uni den Übergang zum TMSnat selbst, und zwar auf drei Arten:

  • Bestwertregel: An vielen Unis zählen TMS und TMSnat in der Übergangszeit gleichwertig in denselben Quoten. Hast du beide Ergebnisse, reichst du beide ein, und gewertet wird das bessere. So halten es zum Beispiel Göttingen, Münster, Tübingen und Würzburg.
  • Eigene Plätze für den TMSnat: Manche Unis vergeben einen Teil ihrer Plätze nur über den TMSnat, für diese Plätze hilft dir dein TMS-Ergebnis nicht. Die Medizinische Universität Lausitz etwa wertet die beiden Tests in unterschiedlichen Quoten. In Hamburg und Magdeburg, die bisher den HAM-Nat nutzen, geht im WiSe 2027/28 schon der größte Teil der Plätze über den TMSnat.
  • Nur noch TMSnat: Einzelne Unis werten ab dem WiSe 2027/28 ausschließlich den TMSnat, so die Charité.
Bewerbung zumZählt dein TMS-Ergebnis?
Sommersemester 2027ja, an allen TMS-Unis nach den bisherigen Regeln
Wintersemester 2027/28an den meisten Unis ja, oft mit Bestwertregel neben dem TMSnat; an einzelnen Unis wie der Charité nicht mehr
Sommersemester 2028an den meisten Unis mit Sommerzulassung ja
ab Wintersemester 2028/29an den meisten Unis nicht mehr; einige wie Heidelberg wollen ihn länger anerkennen

In der Landarztquote und den anderen Vorabquoten, die einen Test werten, zählt der TMS 2027 noch, ab 2028 voraussichtlich nur der TMSnat. Noch nicht jede Uni hat ihre Übergangsregel festgelegt. Verbindlich ist immer die Auswahlsatzung deiner Wunsch-Uni.

Für dich heißt das: Auf den TMSnat verzichten kannst du nur, wenn dein TMS-Ergebnis sehr gut ist und alle deine Wunsch-Unis den TMS für dein Bewerbungssemester sicher werten. Sonst lohnt sich der TMSnat im Mai 2027 zusätzlich: An Unis mit Bestwertregel kann er dir nur helfen, an Unis, die nur noch den TMSnat werten, und für Plätze nur mit TMSnat brauchst du ihn. Wie du deine Bewerbung in der Übergangszeit planst, steht in unserem Beitrag So lange gilt dein TMS-Ergebnis noch. Alle Regeln je Uni mit Quoten und Gewichtung findest du in unserem ausführlichen Überblick zu den Übergangsregeln von TMS und HAM-Nat zum TMSnat.

Die Unis können ihre Regeln noch ändern. Fällt dir eine Änderung auf, schreib uns an [email protected], dann aktualisieren wir die Seite.

 

So bewirbst du dich mit deinem TMS-Ergebnis

Mit dem Ergebnis vom November kannst du dich noch zum Sommersemester 2027 bewerben. Die Bewerbung bei hochschulstart läuft vom 26. Oktober 2026 bis zum 15. Januar 2027. Du kannst den Antrag also vor dem 18. Dezember 2026 stellen und den Testwert danach ergänzen.

  1. Testwert in AntOn eintragen, dem Antragssystem von hochschulstart, spätestens am 15. Januar (Sommersemester) beziehungsweise 15. Juli (Wintersemester).
  2. Prüfziffer exakt übernehmen. Mit ihr prüft hochschulstart dein Ergebnis, achte also auf jede Ziffer.
  3. Nichts per Post schicken für den Test. Andere Unterlagen schickst du weiterhin wie gefordert an hochschulstart.

Nicht jede Uni lässt zum Sommersemester zu: Im SoSe 2026 gab es in Humanmedizin nur 11 Studienangebote. Prüfe deine Wunschorte vorher. Wie die Bewerbung Schritt für Schritt abläuft, steht im Hochschulstart-Guide, alle Termine findest du unter Fristen.

 

Was tun, wenn dein TMS-Ergebnis nicht reicht?

Wiederholen kannst du den TMS nicht mehr, der November 2026 war der letzte Termin. Deine nächste Chance ist der TMSnat, der neue Medizinertest, der TMS und HAM-Nat ablöst. Ihn darfst du auch schreiben, wenn du den TMS schon zweimal hattest, und du kannst ihn beliebig oft wiederholen.

Frühjahr 2027Herbst 2027
Anmeldung2. Februar bis 2. März 20273. bis 31. August 2027
Testtage8./9. Mai 20276./7. November 2027
Ergebnisse30. Juni 202720. Dezember 2027

Für eine Bewerbung zum Wintersemester 2027/28 kommt nur der Mai-Termin rechtzeitig. Das Ergebnis kommt am 30. Juni, eintragen kannst du es bei hochschulstart bis 15. Juli. Hast du dein Abi schon, bewirbst du dich trotzdem bis 31. Mai und ergänzt das Ergebnis später. An Unis mit Bestwertregel zählt dann dein besseres Ergebnis.

Dein TMS-Training ist nicht verloren: Fünf der sieben TMSnat-Untertests stammen aus dem TMS (Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis, Quantitative und formale Probleme, Fakten lernen, Textverständnis, Diagramme und Tabellen). Neu sind die Naturwissenschaftlichen Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sowie das Arithmetische Problemlösen. Muster zuordnen, Schlauchfiguren und Figuren lernen fallen weg. Plane den Naturwissenschaftsteil deshalb früh ein.

Was der TMSnat für deine Zulassung bedeutet, steht in unserem Ratgeber TMSnat: der neue Medizinertest. Bis dahin gibt es weitere Wege ins Studium, etwa die Landarztquote oder das Losverfahren um Restplätze. Einen Überblick gibt NC Medizin.

Häufige Fragen zum TMS-Ergebnis

Wann kommen die TMS-Ergebnisse 2026?

Die Ergebnisse des letzten TMS vom 7. und 8. November 2026 stehen am 18. Dezember 2026 in deinem persönlichen TMS-Account. Abrufen kannst du sie bis zum 31. März 2027. Per Post oder E-Mail wird nichts verschickt.

Wo kann ich mein TMS-Ergebnis abrufen?

Nur in deinem Account auf tms-info.org, mit den Zugangsdaten aus deiner Anmeldung (Login „Herbst-TMS“ für den November-Termin). Lade den Testbericht als PDF herunter und speichere ihn sicher. Nach der Löschung der Accounts am 1. April 2027 bekommst du ihn nur noch als kostenpflichtige Zweitschrift per Post.

Was ist ein guter TMS-Standardwert?

Alles über 100 ist überdurchschnittlich. Mit 110 warst du besser als etwa 84 Prozent der Teilnehmenden, mit 113 besser als etwa 90 Prozent, mit 120 besser als etwa 98 Prozent. Ob dein Wert für einen Studienplatz reicht, hängt von deiner Abinote und davon ab, wie stark deine Wunsch-Uni den Test gewichtet. Das rechnest du im Zulassungsrechner aus.

Was bedeutet der Prozentrang im TMS?

Der Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Teilnehmenden ein schlechteres oder gleich gutes Ergebnis hatten. Prozentrang 90 heißt: 10 Prozent waren besser als du. Zwischen 30 und 70 gilt das Ergebnis als durchschnittlich. Für die Zulassung zählt in der Regel der Standardwert, nicht der Prozentrang.

Wie viele Punkte kann man im TMS erreichen?

Gewertet werden höchstens 20 Aufgaben pro Aufgabengruppe, im Textverständnis 18, insgesamt also 158 Punkte. Jede richtige Antwort bringt einen Punkt, falsche oder leere Antworten bringen keinen Abzug. Die restlichen Aufgaben sind Einstreuaufgaben, die nicht zählen. Deine Punktzahl steht nicht im Testbericht, dort findest du nur Standardwert, Prozentrang und Notenäquivalent.

Ist der TMS-Testwert dasselbe wie der Standardwert?

Ja. Testwert und Standardwert sind zwei Namen für denselben Wert auf der Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 10. Im Testbericht steht „Erreichter Testwert (Standardwert)“.

Warum ist mein Gesamtwert nicht der Durchschnitt der Untertests?

Weil der Gesamtwert aus der Summe aller gewerteten Punkte berechnet wird und nicht aus den Werten der einzelnen Aufgabengruppen. Wer überall etwas über dem Schnitt liegt, landet im Gesamtwert oft deutlich höher als in jedem einzelnen Untertest. Umgekehrt kann der Gesamt-Prozentrang auch unter den Prozenträngen einzelner Untertests liegen.

Wofür ist das Notenäquivalent im TMS gut?

Für deine Bewerbung für nichts. Es übersetzt deinen Gesamt-Testwert in eine Note zwischen etwa 1,0 und 4,0, ist aber reine Information. Die Unis rechnen ausschließlich mit dem Standardwert, den du bei hochschulstart einträgst.

Wie lange ist das TMS-Ergebnis gültig?

Das Ergebnis selbst verfällt nicht. Entscheidend ist, wie lange die Unis es noch werten: Bis einschließlich Sommersemester 2027 zählt der TMS an allen Unis, die ihn nutzen, wie bisher, an den meisten Unis noch bis einschließlich Sommersemester 2028. Viele Unis werten in dieser Übergangszeit TMS und TMSnat gleichwertig, bei zwei Ergebnissen zählt das bessere. Manche vergeben einen Teil der Plätze nur über den TMSnat, einzelne wie die Charité werten ab dem Wintersemester 2027/28 nur noch den TMSnat. Einige Unis wie Heidelberg wollen den TMS länger anerkennen. Verbindlich ist die Auswahlsatzung deiner Uni.

Kann ich den TMS wiederholen, wenn mein Ergebnis nicht reicht?

Nein, der November 2026 war der letzte TMS. Deine nächste Chance ist der TMSnat am 8. und 9. Mai 2027, die Anmeldung läuft vom 2. Februar bis 2. März 2027. Den TMSnat darfst du auch nach zwei TMS-Versuchen schreiben und beliebig oft wiederholen.