Abiturdurchschnittsnote
Auch: Abiturnote, Abischnitt, Abiturschnitt, Durchschnittsnote, Abiturpunktzahl
Auf deinem Zeugnis stehen eine Gesamtpunktzahl (300 bis 900) und eine Durchschnittsnote. Bei hochschulstart zählt seit dem Sommersemester 2020 die Punktzahl. Das ist ein großer Unterschied, weil 1,0 eine ganze Spanne von 823 bis 900 Punkten abdeckt. Steht auf deinem Zeugnis nur eine Note, nimmt hochschulstart die Mitte der zugehörigen Punktspanne, bei 1,0 also 862 Punkte.
Wo die Note wirkt:
- Abiturbestenquote (30 %): einziges Kriterium, nachrangig Dienst und Los.
- Auswahlverfahren der Hochschulen (60 %): fließt bei fast allen Unis mit hohem Gewicht ein, umgerechnet in einen Prozentrang innerhalb deines Bundeslands. Der Staatsvertrag verlangt für Humanmedizin zusätzlich mindestens zwei schulnotenunabhängige Kriterien (Zahnmedizin: mindestens eines), darunter immer ein Studieneignungstest, ab 2027 vor allem der TMSnat.
- Zusätzliche Eignungsquote (10 %): spielt keine Rolle.
Beispiel WiSe 2026/27 (Abiturbestenquote, Abitur aus Baden-Württemberg): Für Heidelberg brauchte man 863 Punkte, für Hamburg 840, für Magdeburg 800 (Note 1,2) und für Saarbrücken 799 (1,2). Zwei Personen mit 1,0 können also sehr unterschiedliche Chancen haben.
Nachteilsausgleich: Wer belegt, dass er oder sie durch nicht selbst zu vertretende Umstände eine schlechtere Note erreicht hat (zum Beispiel lange Krankheit), kann mit dem nachgewiesenen besseren Wert an ABQ und AdH teilnehmen. Dafür gibt es bei hochschulstart einen eigenen Antrag.
Zwischen den Bundesländern sind Abiturnoten nicht direkt vergleichbar. Deshalb gibt es den Landesvergleich: In der ABQ konkurrierst du zuerst nur mit Bewerber:innen aus deinem Bundesland. Wie Punkte und Note zusammenhängen, steht unter Punkte-Note-Umrechnung. Was deine Punktzahl an den einzelnen Unis wert ist, zeigt der Zulassungsrechner, auch als NC-Rechner bekannt.














