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Der genaue Aufbau des TMSnat steht noch nicht fest, aber eines ist klar: Der neue Test wird kein Sprung ins Unbekannte. Er basiert auf jahrelanger Forschung und kombiniert bewährte Elemente aus TMS und HAM-Nat. Wer sich jetzt auf einen oder beide der bestehenden Tests vorbereitet, baut damit gleichzeitig die Kompetenzen auf, die im TMSnat gefragt sein werden. In diesem Artikel erklären wir dir, warum das so ist, was die Wissenschaft dazu sagt und wie du deine Vorbereitung schon jetzt sinnvoll ausrichten kannst.
Der TMSnat ist das Ergebnis des Verbundprojekts stav (Studierendenauswahltests für medizinische Fächer), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Die Forschenden der heiTEST Koordinationsstelle an der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben über mehrere Jahre hinweg untersucht, welche Testverfahren den Studienerfolg in der Medizin am besten vorhersagen. Das zentrale Ergebnis: Sowohl der TMS als auch der HAM-Nat haben eine signifikante prädiktive Validität für den Studienerfolg, und zwar über die Abiturnote hinaus. Beide Tests messen unterschiedliche, aber komplementäre Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches Medizinstudium wichtig sind.
Konkret hat die Forschung gezeigt, dass die Kombination aus Abiturnote und Eignungstest die Vorhersagegenauigkeit deutlich verbessert, wobei die Tests dabei sogar den größeren Beitrag leisten als die Abiturnote allein. In einer Studie mit rund 5.500 Teilnehmenden konnten bis zu 30 Prozent der Unterschiede in den Studienleistungen durch die Testergebnisse erklärt werden. Besonders bemerkenswert: Diese Vorhersagekraft ist unabhängig von Alter und Geschlecht stabil, was die Fairness der Tests unterstreicht.
Aus diesen Ergebnissen folgt die Grundidee des TMSnat: Wenn beide Testansätze nachweislich funktionieren und unterschiedliche Aspekte der Studieneignung erfassen, dann liegt es nahe, sie in einem einzigen Test zusammenzuführen. Der TMS misst vor allem die sogenannte fluide Intelligenz, also die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen, Muster zu erkennen und logisch zu schlussfolgern. Der HAM-Nat prüft die kristalline Intelligenz, also erworbenes Wissen und das Verständnis naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Der TMSnat wird voraussichtlich beide Dimensionen abbilden. In unserem ausführlichen Artikel erfährst du mehr über die Zukunft der Medizin-Auswahltests und die Hintergründe dieser Zusammenführung.
Auch wenn der genaue Aufbau des TMSnat noch nicht bekannt ist, lassen sich aus der Forschung und den bisherigen Informationen zwei zentrale Säulen ableiten, auf die du dich schon jetzt vorbereiten kannst.
Der TMS prüft in verschiedenen Untertests die Fähigkeit, komplexe Informationen zu verarbeiten: Texte verstehen und auswerten, Diagramme und Tabellen interpretieren, quantitativ-logische Probleme lösen, sich neue Informationen unter Zeitdruck einprägen. Diese Kompetenzen sind im Medizinstudium allgegenwärtig, von der Vorklinik bis zur klinischen Forschung.
Welche konkreten Aufgabenformate im TMSnat vorkommen werden, steht noch nicht fest. Der neue Test soll eine ähnliche Dauer wie der aktuelle TMS haben (ca. fünf Stunden), was bedeutet, dass nicht alle bisherigen Untertests beider Tests in ihrer jetzigen Form übernommen werden können. Manche Formate werden möglicherweise angepasst, zusammengelegt oder durch neue ersetzt. Was aber sicher bleibt, sind die zugrunde liegenden kognitiven Fähigkeiten selbst. Textverständnis, logisches Denken und die Fähigkeit, unter Zeitdruck präzise zu arbeiten, sind Kernkompetenzen, die unabhängig vom konkreten Aufgabenformat trainierbar und übertragbar sind.
Der HAM-Nat prüft Wissen in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik auf Abiturniveau. Die stav-Forschung hat klar gezeigt, dass dieses naturwissenschaftliche Grundwissen ein starker Prädiktor für den Studienerfolg ist, insbesondere in den ersten Semestern. Im TMSnat wird der Wissensanteil voraussichtlich einen deutlich größeren Stellenwert einnehmen als im bisherigen TMS.
Auch hier gilt: Welche Themengebiete in welcher Tiefe und in welchem Format geprüft werden, ist noch offen. Was aber feststeht, ist, dass naturwissenschaftliches Grundwissen das Fundament des Medizinstudiums bildet. Ob du dich nun auf den Regelstudiengang oder einen Modellstudiengang bewirbst: Biologie, Chemie, Physik und Mathematik wirst du in den ersten Semestern überall brauchen. Wer sich dieses Wissen jetzt aneignet, profitiert davon unabhängig vom genauen Testformat, sowohl im TMSnat als auch im Studium selbst. Martin und ich (Malte) können das aus eigener Erfahrung in Hamburg bestätigen: Wer in den ersten Semestern in den Naturwissenschaften gut aufgestellt war, hatte es insgesamt deutlich leichter.
Die Forschungsergebnisse des stav-Projekts haben gezeigt, dass beide Testansätze komplementär sind: Der TMS und der HAM-Nat erfassen unterschiedliche Aspekte der Studieneignung, die sich gegenseitig ergänzen. Studierende, die sowohl in kognitiven Fähigkeiten als auch in naturwissenschaftlichem Grundwissen stark sind, haben die besten Voraussetzungen für den Studienerfolg.
Genau darauf wird der TMSnat abzielen. Wer sich also jetzt nur auf den kognitiven Teil (TMS-Stil) oder nur auf den Wissensteil (HAM-Nat-Stil) vorbereitet, deckt voraussichtlich nur einen Teil des TMSnat ab. Die optimale Vorbereitung umfasst beides. Das ist auch der Grund, warum wir die Kombination aus hamnatvorbereitung.de und tmsvorbereitung.de empfehlen: Zusammen decken diese Plattformen beide Säulen des TMSnat ab und werden kontinuierlich aktualisiert, sobald weitere Details zum neuen Test bekannt werden.
Ein praktischer Vorteil der Doppelvorbereitung: Solange TMS und HAM-Nat noch angeboten werden (der TMS letztmalig im November 2026, der HAM-Nat mindestens noch im März 2026), kannst du mit der kombinierten Vorbereitung gleich beide Tests mitschreiben und dir so zusätzliche Bewerbungschancen sichern. Alle aktuellen Termine findest du auf unserer Fristen-Seite, und in unserem Artikel Jetzt noch den TMS oder HAM-Nat schreiben? gehen wir im Detail darauf ein, welche Termine du je nach Situation noch mitnehmen solltest.
Wie du dich konkret vorbereitest, hängt von deinem individuellen Ausgangspunkt ab. Jemand, der Biologie und Chemie als Leistungskurse hatte, muss für den naturwissenschaftlichen Teil weniger Grundlagen aufholen als jemand, der diese Fächer nach der zehnten Klasse abgewählt hat. Umgekehrt fällt manchen das kognitive Training leichter als das Wissenslernen.
Unser Rat: Mach dir ehrlich klar, wo du stehst, und investiere deine Zeit dort, wo der größte Hebel ist. Auf hamnatvorbereitung.de kannst du dein naturwissenschaftliches Ausgangsniveau testen und gezielt Lücken schließen. Für das kognitive Training bietet tmsvorbereitung.de Übungsmaterial, mit dem du dich systematisch verbessern kannst.
Was dabei für beide Säulen gilt: Regelmäßiges Üben über einen längeren Zeitraum bringt mehr als kurzfristiges Pauken. Naturwissenschaftliches Wissen bleibt deutlich besser im Gedächtnis, wenn du es in zunehmenden Abständen wiederholst (Stichwort Spaced Repetition). Und gerade bei langen Lernsessions hilft es, die Zeit in fokussierte Blöcke aufzuteilen, statt stundenlang ohne Pause durchzuarbeiten. In unserem Artikel zu strukturiertem Lernen mit Lernintervallen erklären wir, wie du deine Lernsessions produktiv aufteilst. Welche Lernstrategien grundsätzlich am besten funktionieren und ob digitale oder analoge Lernmethoden besser zu dir passen, haben wir ebenfalls aufgeschrieben.
Der genaue Aufbau des TMSnat ist noch nicht veröffentlicht. Wir wissen noch nicht, wie viele Aufgaben aus welchem Bereich kommen, welche Aufgabenformate beibehalten, angepasst oder neu hinzugefügt werden, und wie die genaue Zeiteinteilung aussieht. Bei einer Testdauer von ca. fünf Stunden, die sowohl kognitive als auch naturwissenschaftliche Inhalte abdecken muss, ist klar, dass es Veränderungen gegenüber den bisherigen Formaten geben wird. Nicht alles, was heute im TMS oder HAM-Nat vorkommt, wird eins zu eins übernommen werden.
Deshalb kann zum jetzigen Zeitpunkt kein Vorbereitungsanbieter eine spezifische TMSnat-Vorbereitung anbieten, die über das hinausgeht, was wir hier beschreiben. Wer dir heute einen fertigen TMSnat-Vorbereitungskurs verkaufen will, übertreibt. Was du aber tun kannst, und was sich garantiert auszahlt, ist, die beiden Grundkompetenzen zu trainieren: kognitive Fähigkeiten und naturwissenschaftliches Wissen.
Sobald offizielle Informationen zum TMSnat-Aufbau veröffentlicht werden, werden die Vorbereitungsmaterialien auf hamnatvorbereitung.de und tmsvorbereitung.de entsprechend angepasst und erweitert. Wir halten euch auch auf medirechner.de auf dem Laufenden, unter anderem in unserem regelmäßig aktualisierten Artikel zu den TMSnat-Neuigkeiten und der TMS-Gültigkeit.
Ein Aspekt, der oft vergessen wird: Die Vorbereitung auf den TMSnat ist keine reine Testtaktik. Du lernst Inhalte und trainierst Fähigkeiten, die du im Medizinstudium tatsächlich brauchst. Das naturwissenschaftliche Grundwissen aus der Vorbereitung bildet das Fundament der Vorklinik, besonders in Biochemie, Physiologie und medizinischer Physik. Die kognitiven Fähigkeiten, die du trainierst, helfen dir beim Verstehen komplexer medizinischer Zusammenhänge und beim systematischen Arbeiten unter Zeitdruck, ob in Klausuren oder im klinischen Alltag. Auch wer parallel einen Freiwilligendienst oder eine Berufsausbildung absolviert, kann die Vorbereitungszeit sinnvoll in den Alltag integrieren und sich damit einen doppelten Vorteil verschaffen.
Die Studien des stav-Projekts bestätigen genau das: Die Testverfahren messen nicht willkürliche Kompetenzen, sondern gezielt solche, die mit dem tatsächlichen Studienerfolg korrelieren. Wer sich gut vorbereitet, investiert also nicht nur in ein gutes Testergebnis, sondern auch in einen erfolgreichen Start ins Medizinstudium. Und ein starkes Testergebnis kann deine Chancen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) erheblich verbessern, selbst wenn deine Abiturnote nicht im Einser-Bereich liegt. Wie genau das funktioniert, kannst du mit unserem Zulassungsrechner für deine individuelle Situation durchspielen.
Du kannst schon jetzt mit der TMSnat-Vorbereitung beginnen, ohne auf offizielle Testformate warten zu müssen. Die Strategie ist klar: Trainiere kognitive Fähigkeiten und baue naturwissenschaftliches Grundwissen auf. Beides wird im TMSnat gefragt sein, und beides hilft dir auch im Medizinstudium selbst.
Die wissenschaftliche Grundlage dafür ist solide: Das stav-Projekt hat nachgewiesen, dass beide Testansätze prädiktive Validität für den Studienerfolg besitzen und dass ihre Kombination die beste Vorhersagekraft liefert. Der TMSnat setzt genau hier an.
Für den naturwissenschaftlichen Teil findest du auf hamnatvorbereitung.de umfassende Lernmaterialien, für den kognitiven Teil auf tmsvorbereitung.de. Alle aktuellen Termine findest du auf unserer Fristen-Seite. Und wenn du wissen willst, wie sich verschiedene Testergebnisse auf deine Zulassungschancen auswirken, nutze unseren Zulassungsrechner oder den TMS-Rechner.
Alle Angaben ohne Gewähr. Offizielle Informationen zum TMSnat werden auf tms-info.org und auswahltestzentrale.de veröffentlicht.