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Zwölf Semester Regelstudienzeit, Semesterbeiträge, Lehrbücher, Miete und Lebenshaltungskosten: Ein Medizinstudium ist nicht nur akademisch anspruchsvoll, sondern auch finanziell eine echte Herausforderung. Trotzdem sollte Geld nie der Grund sein, diesen Weg nicht zu gehen. Deutschland bietet ein breites Netz an Fördermöglichkeiten, das viele Studierende gar nicht kennen oder unterschätzen. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Optionen es gibt, wie du sie kombinieren kannst und worauf du bei der Bewerbung achten solltest.
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist für viele Medizinstudierende die erste Anlaufstelle. Die Förderung besteht zur Hälfte aus einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und zur anderen Hälfte aus einem zinslosen Darlehen. Die Rückzahlung des Darlehensanteils ist auf einen festen Betrag gedeckelt, unabhängig davon, wie viel du insgesamt erhalten hast.
Ob und in welcher Höhe du BAföG bekommst, hängt vor allem vom Einkommen deiner Eltern, deinem eigenen Vermögen und deiner Wohnsituation ab. Feste Einkommensgrenzen nach oben oder unten gibt es dabei nicht, weil verschiedene Freibeträge das elterliche Einkommen rechnerisch verringern. Deshalb lohnt sich ein Antrag in fast jedem Fall, selbst wenn du vermutest, keinen Anspruch zu haben. Das Ergebnis überrascht nicht selten.
Ein paar Punkte, die speziell für Medizinstudierende relevant sind: Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit deines Studiengangs. Seit dem Wintersemester 2024/25 gibt es zusätzlich ein sogenanntes Flexibilitätssemester, das du einmalig und ohne Begründung in Anspruch nehmen kannst. Außerdem wird nach dem vierten Fachsemester ein Leistungsnachweis fällig, damit die Förderung weiterläuft. Plane das also rechtzeitig ein, besonders mit Blick auf die Vorklinik.
Neben dem regulären Inlands-BAföG gibt es auch Auslands-BAföG für Auslandssemester oder Auslandsfamulaturen. Die Fördersätze sind dort oft sogar höher, und es gibt Zuschläge für Reisekosten und Studiengebühren. Das zuständige Amt ist je nach Zielland ein anderes als dein reguläres BAföG-Amt. Informiere dich frühzeitig, denn die Bearbeitungszeiten können lang sein.
Wenn du neben dem BAföG einen Nebenjob hast, darfst du innerhalb eines bestimmten Freibetrags verdienen, ohne dass deine Förderung gekürzt wird. Der genaue Betrag wird regelmäßig angepasst und entspricht in der Regel dem, was du mit einem Minijob verdienen kannst. Aktuelle Zahlen findest du auf der offiziellen BAföG-Website oder bei Studis Online.
Viele Medizinstudierende bewerben sich nie auf ein Stipendium, weil sie glauben, dafür müsse man ein Überflieger sein. Das stimmt so nicht. Stipendien werden nach ganz unterschiedlichen Kriterien vergeben: akademische Leistung, gesellschaftliches Engagement, finanzielle Bedürftigkeit, persönlicher Hintergrund oder auch der Wunsch, später in einer bestimmten Region zu arbeiten. Gerade im Medizinstudium erfüllst du viele dieser Voraussetzungen bereits, ohne es zu merken.
In Deutschland gibt es 13 vom Bund finanzierte Begabtenförderungswerke, die Stipendien an Studierende und Promovierende vergeben. Sie spiegeln die Vielfalt der Gesellschaft wider: Einige sind politisch orientiert (etwa die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Heinrich-Böll-Stiftung), andere konfessionell (Cusanuswerk, Evangelisches Studienwerk Villigst, Avicenna-Studienwerk, Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk), wieder andere gewerkschaftsnah (Hans-Böckler-Stiftung) oder wirtschaftsorientiert (Stiftung der Deutschen Wirtschaft). Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das älteste und größte Werk und dabei politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig.
Was alle Begabtenförderungswerke gemeinsam haben: Die finanzielle Förderung orientiert sich an den BAföG-Sätzen, umfasst aber zusätzlich eine monatliche Studienkostenpauschale, die unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt wird. Und im Gegensatz zum BAföG muss nichts zurückgezahlt werden. Dazu kommt eine ideelle Förderung mit Seminaren, Sommerakademien, Sprachkursen und einem Netzwerk, das weit über das Studium hinaus trägt.
Mein Tipp: Mache dir vor der Bewerbung Gedanken darüber, welches Förderwerk zu deinen Werten und deiner Biografie passt. Eine Bewerbung bei der Friedrich-Ebert-Stiftung setzt eine Nähe zu sozialdemokratischen Grundwerten voraus, beim Cusanuswerk eine Verbindung zur katholischen Kirche. Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes spielt das keine Rolle. Dort zählen Leistung, Initiative und Verantwortungsbewusstsein. Eine gute Übersicht über alle Werke bietet die Plattform stipendiumplus.de.
Besonders relevant für Erstsemester: Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes kannst du dich im ersten oder zweiten Fachsemester eigenständig über einen Auswahltest bewerben, ohne von jemandem vorgeschlagen werden zu müssen. Schulnoten spielen dabei keine Rolle. Der Test prüft kognitive Fähigkeiten, die für ein erfolgreiches Studium wichtig sind, kein Fachwissen. Die Testbesten werden anschließend zu einem Auswahlseminar eingeladen, bei dem du in persönlichen Gesprächen und Diskussionsrunden überzeugen kannst. Die Anmeldefrist liegt typischerweise im Januar/Februar, die Tests finden im März statt. Informationsveranstaltungen auf Zoom bieten aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten vorher an. Alle Details findest du auf studienstiftung.de.
Martin und ich haben beide die Erfahrung gemacht, dass der Bewerbungsprozess an sich schon lehrreich ist. Selbst wenn es beim ersten Mal nicht klappt, gewinnst du Erfahrung für spätere Bewerbungssituationen, etwa für Famulaturen, PJ-Plätze oder Assistenzarztstellen.
Das Deutschlandstipendium ist ein weiteres Programm, das du auf dem Schirm haben solltest. Es wird zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von privaten Förderern finanziert und ist an die jeweilige Hochschule gebunden. Die Bewerbungsfristen und -modalitäten variieren daher von Uni zu Uni. Die Auswahlkriterien umfassen in der Regel Leistung, Engagement und Bedürftigkeit. Das Stipendium ist mit BAföG kombinierbar und muss nicht zurückgezahlt werden. Schau auf der Website deiner medizinischen Fakultät nach den aktuellen Fristen.
Neben den großen Förderwerken und dem Deutschlandstipendium gibt es eine Reihe von Stipendien, die sich gezielt an Medizinstudierende richten. Dazu gehören Programme von Kliniken und Klinikverbünden, kassenärztlichen Vereinigungen und Landesregierungen. Viele dieser Programme sind an die Bereitschaft geknüpft, nach dem Studium für eine bestimmte Zeit in einer bestimmten Region oder Klinik zu arbeiten. Gerade in ländlichen Gebieten, in denen Ärztinnen und Ärzte dringend gebraucht werden, sind die Förderbeträge oft hoch und die Bewerbungshürden niedrig.
Wenn du aus einem nicht-akademischen Elternhaus kommst, einen Migrationshintergrund hast, mit Sozialleistungen aufgewachsen bist oder aus anderen Gründen im Stipendiensystem bisher wenig Orientierung hattest, dann ist ApplicAid eine Adresse, die du dir unbedingt merken solltest. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Hamburg unterstützt gezielt Menschen aus bildungsbenachteiligten Gruppen bei der Stipendienbewerbung. Das gesamte Angebot ist kostenlos und umfasst eine persönliche Stipendienberatung, ein Mentoring-Programm mit über 700 ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten, Workshops und einen frei verfügbaren Stipendienratgeber.
Das Besondere an ApplicAid: Die Mentorinnen und Mentoren waren selbst in einer ähnlichen Situation und kennen die Hürden, die eine Bewerbung mit sich bringt, aus eigener Erfahrung. Ob du noch gar nicht weißt, welches Stipendium zu dir passt, oder ob du bereits ein konkretes Programm im Blick hast und Hilfe beim Motivationsschreiben brauchst: ApplicAid kann dich in beiden Fällen unterstützen.
Disclaimer: Ich habe selbst während der Gründungsphase für ApplicAid ehrenamtlich gearbeitet und die damalige Webseite erstellt. Dadurch bin ich aber auch nah mit dem Problem der Bildungsgerechtigkeit und Stipendienfinanzierung vertraut geworden, weswegen ich diesen Tipp uneingeschränkt geben kann.
Bevor du dich mit Stipendien und Krediten beschäftigst, solltest du die grundlegenden Ansprüche kennen, die dir zustehen. Rechtlich sind deine Eltern verpflichtet, dir eine deiner Begabung entsprechende Ausbildung zu finanzieren. Das schließt ein Erststudium ein. Falls deine Eltern keinen Unterhalt leisten können oder wollen, ist das ein Grund, BAföG elternunabhängig zu beantragen oder den Unterhaltsanspruch notfalls durchzusetzen. Eine Beratung beim Studierendenwerk deiner Uni kann hier weiterhelfen.
Kindergeld wird bis zum 25. Lebensjahr gezahlt, solange du dich in einer Erstausbildung befindest. Ob das Kindergeld an dich oder an deine Eltern ausgezahlt wird, hängt von der familiären Situation ab. In vielen Fällen leiten Eltern das Kindergeld direkt weiter. Wenn du getrennt lebst und deine Eltern keinen Unterhalt zahlen, kannst du eine Auszahlung an dich selbst beantragen. Klingt nach Bürokratie, aber im Medizinstudium mit zwölf Semestern summieren sich auch diese Beträge.
Zwei Wege, die nicht nur einen Studienplatz, sondern auch die Finanzierung gleich mitliefern, verdienen eine gesonderte Erwähnung.
Die Landarztquote gibt es inzwischen in mehreren Bundesländern. Du bewirbst dich auf einen eigenen Studienplatz-Kontingent und verpflichtest dich im Gegenzug, nach dem Studium für einen bestimmten Zeitraum als Hausärztin oder Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Der NC spielt bei der Vergabe eine untergeordnete Rolle; stattdessen zählen Motivation, Vorerfahrung und Eignung. In einigen Regionen sind an die Landarztquote zusätzlich Stipendien von mehreren hundert Euro monatlich geknüpf. Einen ausführlichen Überblick über die Landarztquote findest du in unserem Ratgeber zur Landarztquote.
Das Medizinstudium bei der Bundeswehr ist ein vollfinanziertes Studium, denn das Studium ist deine Anstellung. Du erhältst vom ersten Tag an ein Gehalt als Soldat oder Soldatin und hast keine Studiengebühren. Im Gegenzug verpflichtest du dich für 17 Jahre. Das ist ein langer Zeitraum und nicht für jeden das Richtige, aber finanziell gesehen eine der komfortabelsten Optionen. Alles Weitere dazu findest du in unserem Artikel zum Bundeswehr-Studium.
Nicht für jeden reichen BAföG, Stipendien und familiäre Unterstützung aus. In diesem Fall kann der KfW-Studienkredit eine Option sein. Er wird unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben und setzt keine Sicherheiten voraus. Für Medizinstudierende ist relevant, dass die maximale Auszahlungsdauer bei Studiengängen mit langer Regelstudienzeit bis zu sieben Jahre beträgt.
Allerdings solltest du einen Studienkredit nicht leichtfertig aufnehmen. Der Zinssatz ist variabel und wird halbjährlich angepasst. Die Zinsen fallen bereits ab der ersten Auszahlung an und werden von der monatlichen Rate abgezogen, sodass du effektiv weniger bekommst als die beantragte Summe. Die Rückzahlung beginnt nach einer Karenzzeit nach dem Studium. Aktuelle Konditionen, eine Beispielrechnung und den Vorab-Check findest du auf kfw.de.
Für Medizinstudierende in der Examensphase gibt es außerdem den Bildungskredit des Bundesverwaltungsamts, der gezielt Studierende in fortgeschrittenen Semestern unterstützt und in der Regel günstigere Konditionen bietet als der KfW-Studienkredit. Da du im PJ je nach Fachrichtung, Klinik und eigenen Lebensumständen unter Umständen kaum noch Zeit für einen Nebenjob hast, kann das eine sinnvolle Überbrückung sein.
Speziell für Medizinstudierende bietet die apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank) den apoStudienKredit an, der sich ausschließlich an Studierende der Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie richtet. Die Konditionen sind auf die Bedürfnisse heilberuflicher Studiengänge zugeschnitten. Informiere dich direkt bei der apoBank über die aktuellen Bedingungen.
Viele Medizinstudierende beginnen ihre Promotion bereits parallel zum Studium. Auch dafür gibt es Fördermöglichkeiten: Mehrere Begabtenförderungswerke und Stiftungen vergeben Promotionsstipendien, und an vielen Fakultäten sind bezahlte Stellen als wissenschaftliche Hilfskraft direkt an das Forschungsprojekt der Doktorarbeit geknüpft. Wenn du eine experimentelle Arbeit planst und dafür ein Freisemester nimmst, lohnt sich die gezielte Suche nach Förderung besonders, denn in dieser Phase fällt ein Nebenjob oft weg. Alles Weitere zur Planung, den verschiedenen Typen und dem Ablauf der medizinischen Promotion findest du in unserem ausführlichen Guide zur Doktorarbeit.
Kellnern kannst du überall. Aber als Medizinstudierende oder Medizinstudierender hast du die besondere Möglichkeit, in deinem späteren Berufsfeld zu arbeiten und dabei sowohl Geld zu verdienen als auch klinische Erfahrung zu sammeln. Aus meiner eigenen Studienzeit in Hamburg kann ich sagen: Die besten Jobs sind die, die dir im nächsten Semester oder in der nächsten Famulatur weiterhelfen.
Schon ab dem ersten Semester möglich und gut mit dem Vorlesungsplan vereinbar: Als Sitzwache überwachst du Patientinnen und Patienten, die weglaufgefährdet sind, unter einem Delir leiden oder nach einem Eingriff besondere Aufmerksamkeit brauchen. Der Job findet häufig nachts oder am Wochenende statt, ist körperlich wenig anstrengend und bietet dir einen ersten Einblick in den Stationsalltag. Viele Kliniken stellen Medizinstudierende dafür auf Minijob-Basis ein.
Auf Station als Pflegehilfskraft zu arbeiten, bringt dich nah an den klinischen Alltag. Du lernst den Umgang mit Patientinnen und Patienten, bekommst ein Gefühl für Abläufe auf Station und sammelst praktische Erfahrung, die dir in Famulaturen und im PJ einen echten Vorsprung verschafft. Viele Kliniken sind aufgrund des Pflegepersonalmangels froh über jede Unterstützung und bieten flexible Arbeitszeiten an.
In den klinischen Semestern kannst du als OP-Assistenz arbeiten. Der Name "Hakenhalter" klingt banal, aber der Job bringt dich direkt ins Zentrum des chirurgischen Geschehens. Du hilfst bei der Lagerung, hältst das Operationsfeld frei, legst Verbände an und lernst die Abläufe im OP kennen. Kliniken zahlen dafür oft etwas mehr als für Stationsarbeit, und die Dienste liegen häufig in den regulären OP-Zeiten oder als Rufbereitschaft am Wochenende.
An vielen Kliniken gibt es eigene studentische Blutabnahme-Teams. Diese Aufgabe wird zur Entlastung des Pflege- und ärztlichen Personals ausgelagert. Der Job trainiert eine Kernkompetenz, die du im weiteren Studium und als Assistenzärztin oder Assistenzarzt täglich brauchst.
Wenn du in einem Fach besonders gut abgeschnitten hast, kannst du als Tutorin oder Tutor für jüngere Semester arbeiten. Das festigt dein eigenes Wissen, verbessert deine Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich zu erklären, und bringt dir gleichzeitig etwas Geld. In der Anatomie gibt es zusätzlich die Möglichkeit, als Präpassistentin oder Präpassistent zu arbeiten. Beides sind Jobs, die du am schwarzen Brett deiner Fakultät, über die Fachschaft oder direkt bei den Lehrstühlen findest.
Arbeiten an einem Institut oder Lehrstuhl bietet dir Einblicke in die Forschung und kann der Einstieg in eine Doktorarbeit sein. Die Aufgaben reichen von Literaturrecherche über Dateneingabe bis zur aktiven Mitarbeit an Studien. Der Kontakt zu Professorinnen und Professoren, den du hier aufbaust, kann dir auch bei der Suche nach einem Promotionsthema helfen.
Die erste Anlaufstelle für Nebenjobs ist oft das schwarze Brett in deiner Fakultät oder im Dekanat. Viele Kliniken und Institute hängen dort gezielt Stellenanzeigen für studentische Hilfskräfte aus, die es online gar nicht gibt. Auch die Fachschaft deiner Uni sammelt regelmäßig Jobangebote und gibt sie über ihre Website oder Social-Media-Kanäle weiter.
Nicht unterschätzen solltest du auch die weniger offensichtlichen Stellen abseits von Station und OP. Ich selbst habe während meines Studiums in Hamburg im Pathologie-Archiv gearbeitet, viele meiner Kommilitoninnen und Kommilitonen im Schreibbüro der Pathologie oder anderer Institute, wo Befundberichte diktiert und transkribiert werden. Solche Jobs sind oft ruhiger, gut planbar und trotzdem fachlich lehrreich, weil du nebenbei medizinische Terminologie und klinische Abläufe verinnerlichst. Damals bin ich tatsächlich über eine persönliche Empfehlung an den Job gekommen, als wir im Freundeskreis über Nebenjobs geredet haben. Solltest du also nichts finden: Frag deine Freund:innen, wo sie denn arbeiten und ob ggf. noch jemand benötigt wird.
Online lohnt sich ein Blick auf stellenwerk.de, das offizielle Jobportal zahlreicher deutscher Hochschulen. Stellenwerk kooperiert direkt mit Unis unter anderem in Hamburg, Berlin, Göttingen, Köln, Lübeck, Erlangen-Nürnberg und vielen weiteren Standorten. Du findest dort Minijobs, Werkstudentenstellen und Praktika, die speziell an Studierende gerichtet sind. Gerade für Hamburg kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass dort regelmäßig auch klinische Stellen ausgeschrieben werden.
Darüber hinaus haben die meisten Unikliniken eigene Karriere- oder Jobportale, auf denen sie Stellen für studentische Hilfskräfte, OP-Assistenzen und Sitzwachen ausschreiben. Es lohnt sich, die Karriereseite deines UKE, deiner Charité oder deines jeweiligen Universitätsklinikums regelmäßig zu checken. Und wenn dort nichts Passendes steht: Direkt auf Station oder in der Personalabteilung nachfragen.
Die wenigsten Medizinstudierenden finanzieren ihr Studium nur aus einer Quelle. Die Kunst liegt darin, verschiedene Bausteine so zu kombinieren, dass du finanziell abgesichert bist, ohne dich zu überlasten. BAföG und ein Minijob sind eine solide Basis. Ein Stipendium darauf ist der Idealfall. Die meisten Stipendien sind mit BAföG kombinierbar, bei den Begabtenförderungswerken schließen sich allerdings BAföG und Stipendium gegenseitig aus, da die Förderung dort die BAföG-Sätze ersetzt. Das Deutschlandstipendium hingegen ist mit BAföG kombinierbar.
Wichtig ist: Informiere dich frühzeitig, bewirb dich breit, und lass dich von einer Absage nicht entmutigen. Die Recherche und Bewerbung kostet zwar Zeit, kann sich aber langfristig auszahlen und dir dein Studium um einiges leichter machen.