Physikum (M1)
Auch: Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, Erstes Staatsexamen
Das Physikum, offiziell Erster Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, schließt die Vorklinik ab. Laut Approbationsordnung legst du es nach zwei Jahren Studium ab.
Schriftlicher Teil: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen je vier Stunden, insgesamt 320 Multiple-Choice-Fragen:
- Physik für Mediziner und Physiologie: 80
- Chemie für Mediziner und Biochemie/Molekularbiologie: 80
- Biologie für Mediziner und Anatomie: 100
- Medizinische Psychologie und Soziologie: 60
Termin und Fragen sind bundesweit gleich. Die Länder lassen die Aufgaben von einer gemeinsamen Einrichtung erstellen, dem Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) in Mainz.
Mündlich-praktischer Teil: In Anatomie, Biochemie/Molekularbiologie und Physiologie, mit höchstens vier Prüflingen und 45 bis 60 Minuten pro Person.
Voraussetzungen zur Anmeldung: Alle vorklinischen Scheine, die Ausbildung in Erster Hilfe und der dreimonatige Krankenpflegedienst (Pflegepraktikum).
Beispiel: Wer zum WiSe 2027/28 startet, schreibt das Physikum regulär im Sommer 2029 nach dem 4. Semester. Wer durchfällt, kann die Prüfung wiederholen, verliert dadurch aber meist ein Semester.
Modellstudiengänge dürfen laut § 41 Approbationsordnung auf das Physikum verzichten und es durch eigene, gleichwertige Prüfungen ersetzen. Der Zweite Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ist dann frühestens nach fünf Jahren Studium möglich.
Warum es auch für die Uni-Wahl zählt: Nach dem Physikum haben alle Studierenden einen bundesweit vergleichbaren Nachweis. Das macht einen Studienplatztausch zum 1. klinischen Semester deutlich einfacher als mitten in der Vorklinik.








