Standardwert

Auch: Testwert, Standardwert TMSnat

Von Malte Kuehl, Betreiber von medirechner
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Für den Standardwert zählt der Testanbieter zuerst deine richtigen Antworten pro Aufgabengruppe und addiert sie. Weil du dir beim TMSnat einen von mehreren Testterminen aussuchst, wird die Summe dann per Equating an die Schwierigkeit des jeweiligen Termins angepasst. Erst danach wird sie auf eine Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 10 übertragen. Die Rohpunktzahl steht deshalb gar nicht auf dem Ergebnisbericht.

 

So liest du den Wert

Die Werte liegen meist zwischen 70 und 130. Laut tmsnat.org gilt ein Wert über 110 als eindeutig überdurchschnittlich, einer unter 90 als eindeutig unterdurchschnittlich, jeweils im Vergleich zu allen Teilnehmenden des Testzeitraums. Für den TMS gab tms-info.org die Verteilung genauer an: Je etwa 34 Prozent lagen zwischen 90 und 100 und zwischen 100 und 110, nur etwa 2 Prozent über 120.

 

Beispiel

Ein Standardwert von 110 liegt eine Standardabweichung über dem Mittel und entspricht damit ungefähr einem Prozentrang von 84. Bei 120 sind es etwa 98. Zwischen 110 und 120 liegen also nur noch rund 14 Prozent der Teilnehmenden, und genau in diesem Bereich entscheidet sich die Zulassung an testlastigen Unis.

 

Wofür er genutzt wird

Den Standardwert gibst du bei hochschulstart in AntOn ein, zusammen mit der Prüfziffer aus dem Testbericht, bis zum 15. Juli (Wintersemester) beziehungsweise 15. Januar (Sommersemester). Die Unis rechnen ihn dann in Punkte für AdH und ZEQ um. Was dein TMS-Standardwert an welcher Uni bringt, rechnest du im TMS-Rechner aus.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich meinen Standardwert aus einer Probesimulation ausrechnen?

Nein. Laut tmsnat.org wird die Punktzahl vor der Umrechnung per Equating an den jeweiligen Testtermin angepasst. Simulationsergebnisse geben deshalb nur eine grobe Orientierung.

Welcher Standardwert gilt als gut?

Ab 110 liegt eine eindeutig überdurchschnittliche Leistung vor. Beim TMS erreichten laut tms-info.org nur etwa 2 Prozent einen Wert über 120.

Quellen

Artikel zum Thema Standardwert

Quoten

Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Im Auswahlverfahren der Hochschulen vergibt jede Uni 60 Prozent ihrer Studienplätze nach eigenen Kriterien. Meist zählen Abiturnote und Testergebnis, oft ergänzt um Ausbildung, Dienst oder Auswahlgespräch.

Auswahltests

Prozentrang

Der Prozentrang gibt an, wie viel Prozent der Vergleichsgruppe ein gleich gutes oder schlechteres Ergebnis haben. Er wird für Testergebnisse wie den TMSnat und für das Abitur im Auswahlverfahren der Hochschulen verwendet.

Auswahltests

TMSnat

Der TMSnat ist der neue bundesweite Studieneignungstest für Human-, Zahn- und Tiermedizin. Er ersetzt ab Mai 2027 TMS und HAM-Nat, kostet 100 Euro und darf beliebig oft wiederholt werden. Ab WiSe 2027/28 ist er der zentrale Test im Auswahlverfahren.

Auswahltests

TMS (Test für Medizinische Studiengänge)

Der TMS war bis 2026 der meistgenutzte Studieneignungstest für Medizin in Deutschland. Er findet am 7. und 8. November 2026 zum letzten Mal statt und wird ab 2027 durch den TMSnat ersetzt; alte Ergebnisse zählen danach nur noch in einer Übergangsphase.

Quoten

Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)

Die Zusätzliche Eignungsquote vergibt 10 Prozent der Studienplätze ohne jede Berücksichtigung der Abiturnote. Es zählen nur notenunabhängige Kriterien wie Testergebnis, Berufsausbildung oder Dienst.

Auswahltests

Studierfähigkeitstest

Ein Studierfähigkeitstest, im Gesetz fachspezifischer Studieneignungstest genannt, sagt voraus, wie gut du die Anforderungen eines Studiums bewältigen wirst. Für Medizin und Zahnmedizin in Deutschland ist das ab 2027 der TMSnat.

Auswahltests

Testsimulation (Probetest)

Eine Testsimulation ist ein kompletter Probedurchgang des Medizinertests am Stück, mit offiziellen Zeiten, Mittagspause und Antwortbogen. Für den TMSnat sind das 298 Minuten Netto-Testzeit plus 60 Minuten Pause, sinnvoll sind zwei bis vier Simulationen in der zweiten Hälfte der Vorbereitung.