Priorisierung
Auch: Binnenpriorisierung, priorisieren, Prioritätenliste
Die Priorisierung ist deine Wunschliste im DoSV. Für Medizin gibt es zwei Ebenen: Zuerst ordnest du die Studiengänge (zum Beispiel Humanmedizin vor Zahnmedizin), dann innerhalb eines Studiengangs die Studienorte. hochschulstart nennt die zweite Ebene "Binnenpriorisierung".
Warum es sie gibt: Wer ein sehr gutes Profil hat, könnte sonst an zehn Unis gleichzeitig Plätze blockieren. Sobald du für einen Wunsch ein Angebot hast und für einen höher priorisierten Wunsch ein weiteres dazukommt, fällt das niedrigere automatisch und endgültig weg. Der freie Platz geht an die nächste Person auf der Rangliste.
Beispiel: Deine Liste lautet 1. München, 2. Hamburg, 3. Berlin, 4. Göttingen. In der ersten Runde der Koordinierungsphase erhältst du über die Abiturbestenquote ein Angebot für Göttingen. Später kommt über das AdH ein Angebot aus Berlin, Göttingen scheidet aus. Danach kommt Hamburg, Berlin scheidet aus. München bleibt offen, solange dort noch kein Angebot vorliegt. Bis dahin kannst du sogar noch tauschen und Hamburg nach oben ziehen. Bleibt München ohne Angebot, wird Hamburg am Ende der Phase automatisch zur Zulassung.
Was die Priorisierung nicht tut: Sie verändert nicht deinen Ranglistenplatz. Eine Uni sieht nicht, ob sie bei dir auf Platz 1 oder Platz 30 steht (siehe Ortspräferenz).
Typischer Fehler: Unis "zur Sicherheit" hoch einsortieren, an denen du eigentlich nicht studieren willst. Kommt dort ein Angebot, verdrängt es alle niedriger priorisierten Angebote endgültig, auch das aus deiner eigentlichen Wunschstadt. Steht die Sicherheits-Uni auf Platz 1, wird ihr Angebot sogar sofort zur Zulassung. Im Koordinierten Nachrücken zählt die Priorisierung gar nicht mehr: Das erste Angebot wird sofort zur Zulassung.