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Du hast eine Absage von Hochschulstart erhalten und überlegst, deinen Medizinstudienplatz einzuklagen? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zur Studienplatzklage und warum sie nicht immer der beste Weg ist.
Eine Studienplatzklage ist ein verwaltungsrechtliches Verfahren gegen Universitäten. Das Grundprinzip: Jede Hochschule muss nachweisen, dass sie alle verfügbaren Studienplätze tatsächlich vergeben hat. Bei fehlerhaften Kapazitätsberechnungen können zusätzliche Plätze aufgedeckt und unter den Klägern verteilt werden.
Wichtig: Du klagst nicht gegen deine Ablehnung, sondern machst geltend, dass es zusätzliche Studienplätze geben müsste, die die Universität nicht ausgewiesen hat.
Der Prozess gliedert sich in zwei Stufen:
1. Außergerichtliche Phase (Fristwahrung) Zunächst muss bei den gewünschten Universitäten ein sogenannter außerkapazitärer Zulassungsantrag gestellt werden. Die Fristen hierfür variieren je nach Bundesland erheblich und können sich ändern. In manchen Ländern enden sie bereits mit der regulären Bewerbungsfrist, in anderen erst nach Semesterbeginn. Diese Anträge sind zwingend erforderlich, um sich die Option auf eine spätere Klage offenzuhalten. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit einem spezialisierten Anwalt ist daher essenziell.
2. Gerichtliche Phase Nach Ablehnung der außerkapazitären Anträge wird ein Eilantrag beim zuständigen Verwaltungsgericht gestellt. Das Gericht prüft die Kapazitätsberechnungen der Hochschule. Werden zusätzliche Plätze festgestellt, erfolgt die Vergabe meist per Los unter den Klägern.
Die Studienplatzklage ist kostspielig. Je nach Anzahl der verklagten Universitäten und Kanzlei musst du mit folgenden Kosten rechnen:
Da eine Klage an nur einer Universität wegen der hohen Klägerzahl kaum erfolgversprechend ist, empfehlen die meisten Anwälte, mehrere Hochschulen gleichzeitig zu verklagen.
Hinzu kommt: Selbst bei Erfolg müssen Kläger häufig einen Großteil der Gerichtskosten selbst tragen. Rechtsschutzversicherungen decken Studienplatzklagen oft nicht mehr ab oder limitieren sie stark.
Die Erfolgsquoten werden von Kanzleien sehr unterschiedlich angegeben, was zu erheblicher Verwirrung führt. Generell gilt: Für das 1. Fachsemester Humanmedizin sind die Chancen aufgrund der hohen Klägerzahl deutlich geringer als für höhere Fachsemester. Zahnmedizin hat tendenziell etwas bessere Aussichten als Humanmedizin, da dort weniger Bewerber klagen.
Vorsicht bei Kanzleien, die mit hohen Erfolgsquoten werben. Diese Zahlen basieren oft auf kleinen Mandantenzahlen oder sind statistisch verzerrt. Eine Kanzlei mit nur zwei Mandanten, von denen einer einen Platz erhält, kann technisch korrekt mit 50% Erfolgsquote werben, obwohl dies wenig über deine individuellen Chancen aussagt.
Faktoren, die deine Chancen beeinflussen:
Bevor du dich für eine Klage entscheidest, solltest du diese Punkte bedenken:
Es gibt mehrere Wege zum Medizinstudium, die planbarer und oft günstiger sind:
Medizinstudium im Ausland Innerhalb der EU werden Abschlüsse anerkannt. In Österreich (MedAT) oder der Schweiz (EMS) gelten andere Auswahlverfahren als in Deutschland.
Losverfahren Unbesetzte Plätze werden von den Unis verlost. Die Chancen sind gering, aber die Teilnahme ist kostenlos und unkompliziert.
Bundeswehr Ca. 250 Studienplätze pro Jahr. Eigenes Auswahlverfahren, dafür festes Gehalt während des Studiums. Voraussetzung: 17 Jahre Verpflichtungszeit.
Private Hochschulen Kein NC, aber eigene Auswahlverfahren und hohe Studiengebühren.
Landarztquote Mittlerweile in vielen Bundesländern verfügbar. Verpflichtung zur späteren hausärztlichen Tätigkeit in unterversorgten Gebieten.
Wenn TMS und Abiturnote nicht für eine direkte Zulassung reichen, bietet der HAM-Nat eine echte Chance auf einen Studienplatz, ganz ohne Klage und Kostenrisiko.
Was ist der HAM-Nat? Der HAM-Nat (Hamburger Auswahlverfahren für medizinische Studiengänge - Naturwissenschaftstest) wird an den Universitäten Hamburg und Magdeburg für die Zulassung zum Medizinstudium genutzt. In Hamburg werden 10% der Studienplätze allein aufgrund des HAM-Nat-Ergebnisses vergeben (ZEQ-Quote), völlig unabhängig von der Abiturnote.
Warum der HAM-Nat besser trainierbar ist als der TMS Im Gegensatz zum TMS ist der HAM-Nat größtenteils ein Wissenstest. Die Inhalte aus Mathematik, Physik, Chemie und Biologie sind klar definiert und lassen sich gezielt lernen. Mit der richtigen Vorbereitung hast du es selbst in der Hand, ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Weitere Vorteile:
Dein Weg zum Studienplatz Mit einer strukturierten Vorbereitung auf den HAM-Nat kannst du auch mit einem Abitur von 2,0 oder schlechter einen Medizinstudienplatz erhalten. Die Investition in eine gute Vorbereitung ist dabei nur ein Bruchteil der Kosten einer Studienplatzklage und bietet deutlich bessere Planbarkeit.
Auf hamnatvorbereitung.de findest du eine umfassende Online-Lernplattform mit allen Inhalten, die du für den HAM-Nat benötigst. Von den Grundlagen bis zu Übungsaufgaben ist alles dabei, was du für ein erfolgreiches Testergebnis brauchst.
Die Studienplatzklage kann ein Weg zum Medizinstudium sein, aber sie ist teuer, unsicher und langwierig. Bevor du tausende Euro investierst, solltest du die Alternativen prüfen. Der HAM-Nat bietet eine realistische Chance auf einen Studienplatz, die du durch Fleiß und die richtige Vorbereitung selbst beeinflussen kannst.
Nutze den medirechner, um deine Chancen an verschiedenen Universitäten zu berechnen, und informiere dich auf hamnatvorbereitung.de über die optimale Testvorbereitung.
Alle Angaben ohne Gewähr. Die genannten Kosten und Erfolgsquoten basieren auf Informationen verschiedener Anwaltskanzleien und können je nach Einzelfall variieren. Stand: Januar 2026