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Eine abgeschlossene Berufsausbildung im medizinisch-pflegerischen Bereich kann eure Chancen auf einen Medizinstudienplatz deutlich verbessern. Sie wird sowohl im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) als auch in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) berücksichtigt. In der Abiturbestenquote spielt die Berufsausbildung hingegen keine Rolle.
Nicht jede Ausbildung wird für die Bewerbung anerkannt. Es gibt einen festgelegten Katalog an Berufen, der für alle Hochschulen identisch ist. Für das Studium der Humanmedizin werden folgende Ausbildungen anerkannt (ohne Gewähr):
Die aktuelle und vollständige Liste der anerkannten Ausbildungen für alle Studiengänge (Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie) findet ihr im Download-Bereich von Hochschulstart.
Neben der abgeschlossenen Berufsausbildung kann an manchen Universitäten auch eine anschließende Berufstätigkeit zusätzlich boniert werden. Hierbei gilt: Die Berufstätigkeit kann nur berücksichtigt werden, wenn sie mindestens 12 Monate gedauert hat und die entsprechende Ausbildung im Vorfeld erfolgreich abgeschlossen wurde.
Wichtige Stichtage für die Mindestdauer:
Die Punktzahl, die ihr für eine abgeschlossene Berufsausbildung erhaltet, variiert stark je nach Universität. Im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben die Universitäten zwischen 0 und 60 Punkte für eine Ausbildung. Zu den großzügigsten Unis gehören dabei:
In der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) können die Punkte sogar noch höher ausfallen. Hannover vergibt beispielsweise bis zu 65 Punkte für eine abgeschlossene Berufsausbildung.
Um zu sehen, wie sich eine Berufsausbildung auf eure Chancen an den einzelnen Universitäten auswirkt, nutzt unseren Zulassungsrechner. Dort könnt ihr eure individuellen Voraussetzungen eingeben und seht direkt, an welchen Unis ihr die besten Chancen habt.
Beachtet dabei: Eine Berufsausbildung kann die Chancen an bestimmten Unis deutlich verbessern, aber an anderen Unis wird sie gar nicht oder nur gering gewichtet. Deshalb ist es wichtig, die Hochschulen strategisch auszuwählen.
Eine Berufsausbildung kann die Chancen auf einen Studienplatz verbessern, allerdings solltet ihr euch bewusst sein, dass sie in der Regel 2-3 Jahre dauert. Das ist ein erheblicher Zeitaufwand.
Unsere Einschätzung: Eine Berufsausbildung macht vor allem dann Sinn, wenn ihr euch ohnehin für den entsprechenden Beruf interessiert und praktische Erfahrung im medizinischen Bereich sammeln wollt. Wer die Ausbildung nur macht, um seine Chancen zu verbessern, sollte bedenken, dass es effizientere Wege gibt. Ein gutes Ergebnis im TMS oder HAM-Nat kann eure Chancen in deutlich kürzerer Zeit stark verbessern.
Falls ihr bereits eine der anerkannten Ausbildungen abgeschlossen habt, ist das natürlich ein toller Bonus für eure Bewerbung. Ihr solltet dann unbedingt prüfen, welche Unis die Ausbildung besonders hoch gewichten.
Die detaillierten Auswahlkriterien und deren Gewichtung für jeden Hochschulstandort findet ihr in den PDF-Dateien auf der Seite von Hochschulstart:
Diese Dokumente werden zu jedem Semester aktualisiert und enthalten alle Details zu den anerkannten Ausbildungen sowie deren Gewichtung.