Gemeinsam mit Julia (TMS 2016-Veteranin mit Prozentrang von 87, studiert jetzt Medizin in München) haben wir für euch die TMS Trainer App von Thieme und medignition unter die Lupe genommen.
Für die Eiligen unser Kurzfazit gleich vorweg: Der TMS Trainer ist insgesamt eine klar empfehlenswerte Investition.
Die App ist aufgrund fehlender Lösungswege und -tipps sicherlich kein Ersatz für klassische Vorbereitungsmaterialien. Als zusätzliches Hilfsmittel zur Vorbereitung auf den TMS überzeugt sie aber unter Anderem mit einem großen Fragenkatalog und einem sehr günstigen Preis (rund 5 Euro), für den man nichts falsch machen kann. Wir mögen die Tablet-Version besonders. Die App gibt’s hier (iOS) und hier (Android). |
1. Was wir gut finden
Große Datenbank mit tausenden Übungsaufgaben

Die App beinhaltet tausende Übungsaufgaben, die es nirgendwo sonst gibt. Es sind alle Aufgabenkategorien abgedeckt. Laut Anbieter wird der Fragenkatalog außerdem laufend erweitert. Wer also auf der Suche nach frischen Übungsaufgaben ist (etwa, weil man die gängigen Bücher bereits alle durchgearbeitet hat), sollte mit dem TMS Trainer für einige Zeit versorgt sein.
Der Schwierigkeitsgrad der Fragen ist laut Thieme ähnlich wie beim TMS bzw. tendenziell etwas höher. TMS-Veteranin Julia konnte uns das bestätigen.
Der Schwierigkeitsgrad ist mit dem echten TMS vergleichbar bzw. leicht höher.
Training für unterwegs hat zwei große Vorteile
Gleich vorweg: Wir glauben nicht, dass der TMS Trainer die klassische Vorbereitung auf Papier ersetzen soll oder kann. Bestimmte Aufgabengruppen lassen sich einfach besser klassisch auf Papier bearbeiten und schließlich ist ja auch der echte TMS papierbasiert.
Jedoch kann es durchaus praktisch sein, hin und wieder mal etwas Zeit zwischendrin zur TMS-Vorbereitung zu nutzen. Und hierfür eignet sich der TMS Trainer hervorragend.
Es mag zwar schwieriger sein sich unterwegs voll zu konzentrieren. Das kann aber trotzdem von Vorteil sein, denn: Nach Julias Erfahrung ist es beim echten TMS in einer Halle mit hunderten anderen raschelnden/hüstelnden/schniefenden Testteilnehmern nicht ganz leise. Und wer erfolgreich in einem eher unruhigen Umfeld trainiert hat, wird auch im echten TMS schwerer durch Hintergrundgeräusche aus dem Konzept zu bringen sein.
Sofortiges Feedback
Antworten werden automatisch korrigiert. Man muss diese also nicht manuell Aufgabe für Aufgabe mit den Lösungen vergleichen. Das ist insbesondere beim Aufgabenblock „Konzentriertes und Sorgfältiges Arbeiten“ sehr hilfreich und spart ganz schön Zeit und Nerven.
Analyse von Stärken und Schwächen erlaubt zielgerichtetere Vorbereitung

Die App sammelt alle deine Trainingsergebnisse in einer Liste. Die Punktzahlen der jeweils zuletzt absolvierten Übungen je Aufgabenkategorie findest du in einem Spider-Diagramm. So kann man schnell sehen und vefolgen, wo man gut abgeschnitten hat und wo man den Fokus beim weiteren Training legen sollte. Julia war außerdem angetan von der Selbsteinschätzungsfunktion, weil sie Selbstvertrauen fördern kann (wenn man sich wie Julia tendentiell zu schlecht oder richtig einschätzt).
Günstiger Preis
Wir finden derTMS Trainer hat einen fairen Preis: Für rund €5 erhält man hier tausende zusätzliche Übungsfragen sowie die Möglichkeit, unterwegs zu trainieren. Im Vergleich zu allen anderen uns bekannten Vorbereitungsmaterialien ist dies ein unerreicht günstiges Investment.
2. Wo wir Verbesserungspotential sehen
Keine Lösungswege und Bearbeitungstipps
Die App beinhaltet keine Lösungswege und allgemeinen Bearbeitungstipps. Sie eignet sich deshalb deutlich mehr zum Aufbautraining als zum Lernen der Basics. Die Basis der TMS-Vorbereitung legt man also besser mit anderen Vorbereitungsmaterialien, in denen u.a. Lösungstaktiken für spezifische Aufgabentypen und Aufgabenuntertypen vorgestellt werden. Der Thieme TMS Trainer ist eher als aufbauendes Trainings- und Simulationstool gedacht.
Kein Ranking im Vergleich mit anderen Nutzern
Die App bietet den Vorteil, dass das eigene Abschneiden in den verschiedenen Aufgabenbereichen sehr übersichtlich im Spider-Diagramm dargestellt ist. Spannend wäre, wenn die eigene Leistung ins Verhältnis mit den Punktzahlen anderer Nutzer gesetzt werden könnte, etwa durch High Score Listen und/oder Prozentrang-Angaben. Denn auch im echten Test kommt es schließlich darauf an, wie gut man im Vergleich zu allen anderen Teilnehmern ist.
Manche Aufgabenblöcke sind besser umgesetzt als andere
In unserem Test sind wir bei manchen Aufgaben aus der Kategorie „Med.-naturwissenschaftliches Grundverständnis“ über Formatierungsunreinheiten im Aufgabentext gestolpert. In „Diagramme und Tabellen“ sind die Schriftgrößen (zumindest auf dem Smartphone) häufig grenzwertig klein. Diese Schwächen machen die Aufgabenkategorien nicht unbrauchbar, machen die Bearbeitung aber doch unangenehmer. Dafür fand Testerin Julia z.B. die Aufgabenblöcke „Muster zuordnen“ und “Fakten lernen“ sehr gut umgesetzt.
3. Unser Fazit
Wir sehen im TMS Trainer eine sehr empfehlenswerte zusätzliche Trainingsmöglichkeit für den TMS, wenn auch aufgrund der fehlenden Lösungswege kein Ersatz für die klassischen Vorbereitungsbücher. Der geringe Preis und große Fragenkatalog machen es leicht, über kleinere Umsetzungschwächen bei manchen Aufgabenkategorien hinwegzusehen.
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4. Den TMS Trainer gibt es hier:
›TMS Trainer für iOS-Geräte (App Store)
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›TMS Trainer für Android-Geräte (Google Play)
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