Universitätstypen im AdH-Verfahren

Universitätstypen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

 

Der größte Teil der Medizinstudienplätze wird über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) vergeben. Dabei spielen unterschiedliche Auswahlkriterien eine Rolle (siehe dazu auch unseren Blogbeitrag hier).

Je nachdem, in welchen Auswahlkriterien man besonders stark ist, kommen unterschiedliche Universitäten in Frage. In unserem heutigen Beitrag wollen wir einen groben Überblick geben, welche Typen von Universitäten es gibt.

  

Die „hochnäsigen“ Universitäten

Diese Universitäten verlangen eine klare Entscheidung von ihren Interessenten. Denn sie wollen von ihren Bewerbern auf Platz Nummer eins gesetzt werden. Die hinteren Ränge der Ortspräferenzen auf AntOn überlassen diese Hochschulen gerne ihren weniger wählerischen Konkurrenten.

Zu diesem Typ gehören zum Beispiel die Berliner Charitè, die Universität Duisburg-Essen oder die Universität Frankfurt.

 

Die Puristen

Zwar ist es der Grundgedanke des Auswahlverfahrens der Hochschulen, bei der Bewerbung auf einen Medizinstudienplatz zusätzliche Kriterien neben der Abiturnote zu berücksichtigen. Schließlich bilden die weiteren Auswahlkriterien den Unterschied zur Abiturbestenquote. Die Puristen können anderen Kriterien jedoch wenig abgewinnen und konzentrieren sich deshalb trotzdem ganz allein auf den Abiturschnitt.

Diesem Modell folgen die Universität Bonn und die Universität Düsseldorf.

 

Die TMS-Jünger

Zum Wintersemester 2007/2008 wurde der schon in den 80er und 90er Jahren eingesetzte Medizinertest (TMS) wieder ins Leben gerufen. Anfangs rekrutierte der TMS seine Jünger hauptsächlich aus Baden-Württemberg. Mittlerweile ist er aber „das“ Kriterium im Auswahlverfahren der Hochschulen schlechthin: Insgesamt 23 Universitäten berücksichtigen ihn als Kriterium bei den Bewerbungen für das Wintersemester 2017/2018.

Zu den TMS-Jüngern gehören beispielweise die Universität Freiburg, die Universität Kiel und die Universität München.

 

Die Individuellen

Diese Hochschulen beschränken sich nicht auf den Eindruck, den ihnen die Bewerber in messbaren Kriterien auf dem Papier liefern. Sie wollen sich vielmehr einen persönlichen, eigenen Eindruck verschaffen und laden vorausgewählte Kandidaten daher zu Auswahlgesprächen ein. Hier können insbesondere Bewerber mit gutem Auftreten und relevanten praktischen Erfahrungen überzeugen.

Die Universität Duisburg-Essen und die Universität Lübeck gehören unter anderem zu den Hochschulen, die Auswahlgespräche durchführen.

 

Die „Hufflepuffs“

Sie sind die Hochschulen, welche die Möglichkeiten des Auswahlkriterien voll ausschöpfen. Bei den „Hufflepuffs“ kann deshalb Bonuspunkte sammeln, wer sich mit Geduld und Fleiß die zusätzlichen Kriterien erarbeitet. Neben TMS und Berufsausbildung werden Freiwilligendienste, die Teilnahme an Wettbewerben oder ein Juniorstudium positiv anerkannt.

Zu dieser Gruppe gehört die Universität Dresden, die Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Tübingen.

 

 

Damit Ihr im Dschungel der verschiedenen Universitätstypen die richtige Wahl trefft, bieten wir euch den medirechner an. Basierend auf eurem persönlichen Profil erhaltet ihr so eine Übersicht, an welchen Unis ihr im Auswahlverfahren der Hochschulen die besten Chancen habt.

 

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