7 Dinge, die du für die Angabe der Ortspräferenzen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) unbedingt wissen solltest

1. Du kann dich im AdH an nur 6 Hochschulen von insgesamt bis zu 35* möglichen Hochschulen bewerben.

Fast jede Hochschule hat mittlerweile ihr eigenes Auswahlverfahren, in welchem sie verschiedene Kriterien unterschiedlich stark gewichtet. Das strategische Setzen der Ortspräferenzen ist somit sehr wichtig, um deine Chancen zu optimieren, denn je nach Auswahlverfahren wirst du an manchen Hochschulen bessere Zulassungschancen haben als an anderen.

* Humanmedizin: 35 mögliche Hochschulen im Wintersemester, 9 im Sommersemester; Zahnmedizin: 29 mögliche Hochschulen im Wintersemester, 14 im Sommersemester.

 

2. Die Folge der von dir angegebenen Ortspräferenzen spiegelt nicht die Rangfolge der Chancen wieder.

Will sagen: Du hast keine besseren oder schlechteren Chancen, nur weil du eine Hochschule z.B. als sechste Präferenz anstatt als zweite Präferenz angibst.

Beachte aber: Wenn du z.B. an der Hochschule, die du als Ortspräferenz 2 genannt hast, angenommen wirst, kannst du keine weiteren Angebote mehr von den von dir nachrangig ausgewählten Ortspräferenzen erhalten.

 

3. Manche Hochschulen sind besonders stolz.

Sie berücksichtigen deine Bewerbung nur, wenn du sie als erste Ortspräferenz angibst (z.B. Heidelberg, Tübingen, Berlin) oder zumindest als eine der ersten zwei (z.B. Jena) oder drei Ortspräferenzen (z.B. Aachen).

Sinnvollerweise ist die Eingabemaske auf hochschulstart.de so programmiert, dass du solche Unis gar nicht als nachrangige Präferenzen auswählen kannst. Es kann also zum Zwecke der Chancenoptimierung durchaus Sinn machen, eine solche Uni auf Platz 1 anzugeben, obwohl du nur mittlere Zulassungschancen siehst, da du dich an dieser Uni sonst gar nicht bewerben könntest.

 

4. Die Auswahlkriterien (und deren Gewichtung!) unterscheiden sich von Uni zu Uni.

Bei allen Unis spielt die Abiturnote eine große Rolle. Je nach Uni kommen jedoch noch ein(e) oder mehrere zusätzliche Auswahlkriterien/Bonierungsmöglichkeiten hinzu:

  • Erreichtes Ergebnis im optionalen Test für medizinische Studiengänge (TMS)
  • Halbjahres- und Abiturnoten in einzelnen Fächern wie Biologie, Chemie, Deutsch, Mathe
  • Relevante Berufsausbildungen, Berufspraxis
  • Abgeleistete Dienste (z.B. FSJ)
  • Wettbewerbserfolge und besondere sportliche Leistungen
  • Sonstige relevante praktische Erfahrungen
  • Weitere Kriterien (z.B. dein Abschneiden in Bewerbungsgesprächen, gesonderten Tests, etc.; siehe Punkt 5)

Wichtig ist zudem: Die einzelnen Kriterien, die von den Unis herangezogen werden, werden von Uni zu Uni unterschiedlich gewichtet.

Ein Beispiel:

Sowohl die LMU München als auch die Universität Freiburg bonieren die erfolgreiche Teilnahme am TMS.

In Freiburg erhältst du für ein sehr gutes TMS-Ergebnis einen Bonus von 0,5 auf deinen Abischnitt. Mit einem Abischnitt von z.B. 1,6 (und keinen weiteren Boni) hättest du mit aller Wahrscheinlichkeit trotzdem keine guten Chancen, da die historischen Zulassungsgrenzwerte bei 1,0 liegen. 

In München dagegen würde dieses TMS-Ergebnis deinen Abischnitt sogar um 0,8 verbessern. Auch in München ist, basierend auf den historischenWerten, die Auswahlgrenze bei 1,0 zu erwarten. Deine Chancen auf einen Zulassung in München stünden somit sehr gut! 

 

5. Auch die Auswahlverfahren unterscheiden sich von Uni zu Uni.

Grob kann man die Hochschulen in zwei Gruppen einteilen: 1. Unis mit direkter Zulassung und 2. Unis mit eigenem, zusätzlichem Auswahlverfahren.

Die erste und größere Gruppe besteht aus 25 Unis, bei denen direkt, also nur basierend auf deinem Antrag auf hochschulstart.de über deine Zulassung entschieden wird. Zu dieser Gruppe zählen z.B. die Universitäten in Freiburg, Heidelberg und München.

In der zweiten Gruppe sind all jene Hochschulen, deren jeweiliges Auswahlverfahren noch einen dem Antrag auf Hochschulstart nachgelagerten, universitätsspezifischen Bestandteil umfasst. Dieser kann beispielsweise den HAM-Nat, Interviews und/oder Rollenspiele beinhalten. In dieser Gruppe sind z.B. die Charité Berlin, die Universität Dresden sowie die Universität Göttingen.

Wer einen weniger guten Abischnitt hat und diesen auch mit TMS und anderen Bonierungsmöglichkeiten nicht bedeutend verbessern kann, hat häufig bessere Chancen, wenn er/sie sich bei Unis in der zweiten Gruppe bewirbt und dann in den nachgelagerten universitätsspezifischen Auswahlverfahren glänzt.

 

6. Die Universitäten verändern ihre Auswahlverfahren und -kriterien recht häufig von Jahr zu Jahr.

Beispielsweise hat die RWTH Aachen ihr Auswahlverfahren zum Wintersemester 2018/19 geändert. Im Vorjahr haben die Universitäten Gießen, Rostock und Lübeck ihre Verfahren geändert. Es ist also wichtig, dass du aktuelle Informationen als Entscheidungsgrundlage heranziehst!

 

7. Eine persönliche Chancenauswertung von medirechner.de vereinfacht eine richtige Auswahl der Ortspräferenzen und hilft, Fehler zu vermeiden.

Deine erste Anlaufstelle für Informationen sollten die jeweils zu deinem Bewerbungszeitraum aktuellen Infoseiten zu jeder Hochschule auf hochschulstart.de sein.

Leider sind die dort vorhandenen Informationen aufgrund der Komplexität des AdH nicht immer hinreichend konkret und teilweise sogar lückenhaft. Deshalb musst du auch die einzelnen Uni-Websites und Zulassungssatzungen durcharbeiten. Dies ist jedoch sehr aufwendig und recht kompliziert.

Hier hilft der medirechner. Der medirechner ist ein Algorithmus, der dir automatisch deine Zulassungschancen an jeder Hochschule berechnet. Hierfür gibst du alle relevanten Informationen ein, die auch bei hochschulstart.de abgefragt werden. Nach wenigen Minuten sendet dir medirechner.de deine persönliche Auswertung mitsamt aller relevanten Informationsquellen per Email zu.

Damit gewinnst du zusätzliche Sicherheit, dass du bei dieser wichtigen Entscheidung keine Fehler machst, sparst Zeit, und optimierst letztlich deine Chancen auf einen Medizinstudienplatz!

7 Dinge, die du für die Angabe der Ortspräferenzen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) unbedingt wissen solltest

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